Als die Nazis im Frühjahr 1933 an die Macht kamen, lebten zwanzig jüdische Menschen in Rastede. Nur die Hälfte der jüdischen MitbürgerInnen konnte fliehen und sich vor den Nazis in Sicherheit bringen. Für die, die nicht fliehen konnten, ging der Terror weiter – mit Zwangsarbeit, Misshandlung, Deportation. Bis Ende des Zweiten Weltkriegs fanden acht jüdische MitbürgerInnen einen schrecklichen Tod. In Rastede sollen zukünftig Stolpersteine an alle jüdischen Opfer des Nationalsozialismus sowie an ihre nicht-jüdischen Angehörigen, die mit ihnen verfolgt und vertrieben wurden, erinnern. Die ersten vier Stolperteine werden am 9. Februar ab 9 Uhr vom Künstler Gunter Demnig selbst verlegt. Vor ihrem ehemaligen Wohnhaus in der Schloßstraße 16 werden sie an Karl und Klara Hattendorf, ihre Tochter Selma und deren Sohn Hinrich erinnern. Zu Beginn der feierlichen Stolpersteinverlegung wird über das Schicksal der Familie Hattendorf berichtet. Anschließend begleiten die Teilnehmenden die Verlegung der Stolpersteine in stillem Gedenken.
Die Veranstaltung wird in Kooperation mit Stolpersteine Rastede e.V. durchgeführt.