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Kita-Einstieg – Brücken bauen in frühe Bildung

Mit dem Bundesprogramm „Kita-Einstieg – Brücken bauen in frühe Bildung“ sollen Angebote entwickelt und erprobt werden, die den Einstieg von Kindern in das deutsche System frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung vorbereiten und ermöglichen. Familien mit Fluchterfahrung sowie mit besonderen Zugangsschwierigkeiten zum System der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung werden an dieses herangeführt, die gesellschaftliche Integration und Partizipation der Familien gefördert. Schließlich soll durch das Programm auch die Kompetenz der pädagogischen Fachkräfte im Umgang mit Vielfalt gestärkt werden.

Gefördert werden grundsätzlich Angebote, die das Ziel haben, Kindern im nicht-schulpflichtigen Alter, die bisher nicht oder nur unzureichend von der institutionellen Kindertagesbetreuung erreicht werden, den Einstieg in das deutsche System der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung zu ermöglichen. Die Angebote sind dabei in einem umfassenden Sinne zu verstehen und können auf unterschiedlichen Ebenen ansetzen: auf der Ebene der Kinder, der Familien, der (pädagogischen Fachkräfte in der) Kindertagesbetreuung sowie des lokalen Wirkungsfelds.  

Die kvhs Ammerland gGmbH führt im Auftrag des Jugendamtes des Landkreises Ammerland dieses Programm ab Sommer 2017 bis zum 31. Dezember 2020 landkreisweit durch.


Frühkindliche Bildung ist der Weg, um nachhaltig das Recht aller Kinder auf Bildung zu sichern und Inklusion im Sinne der Anerkennung von Vielfalt umzusetzen und zu verankern.

„…Der Besuch von Angeboten der Kindertagesbetreuung wirkt sich positiv auf die Start- und Bildungschancen von Kindern aus. Obwohl alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz haben, besuchen gerade Kinder aus benachteiligten

Familien oft keine Kindertagesstätte oder Kindertagespflege. Der Bildungsbericht 2016 zeigt, dass bestimmte Lebenslagen mit besonderen Zugangshürden einhergehen, welche die Teilhabe an früher Bildung behindern. Das betrifft unter anderem Kinder mit Fluchterfahrungen, die - aus unterschiedlichen Gründen - bislang nur schwer Zugang zu den Angeboten der Kindertagesbetreuung finden." (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)

Früher Zugang zu Bildung und Sprache wirkt Bildungsbenachteiligungen entgegen und fördert Integration. Das Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung" verfolgt das Ziel, Kindern und Familien, die bisher nicht oder nur wenig von den Kinderbetreuungsmöglichkeiten vor Ort profitieren können, an diese heranzuführen und an frühkindlichen Bildungsmöglichkeiten teilhaben zu lassen.

Ziele:

  • Chancengleichheit für alle Kinder von Anfang an
  • Mit Hilfe von niedrigschwelligen, frühpädagogischen Angeboten, die sich an den individuellen Ausgangslagen der Kinder und Familien orientieren, soll der Weg in das Bildungssystem vorbereitet und begleitet werden
  • Erweiterbare und flexible Angebote in Kooperation mit Kindern, Eltern und anderen pädagogischen Akteuren
  • Mehrsprachige Informationen für Eltern über die Möglichkeiten und positiven Auswirkungen von früher Bildung für Kinder

Zurzeit gibt es folgende Ideen für niedrigschwellige Angebote im Ammerland:

  • „Rucksack-Kita" und „Griffbereit" als Konzepte zur Elternbildung
  • Sprach- und Entwicklungsförderung „Kita-Paten" als eine Maßnahme, die zur Unterstützung neuer Kinder in den ersten Wochen des Kita- Besuches dienen soll
  • Elternkurse und mehrsprachige Informationsbroschüren zu Themen der frühen Bildung
  • Fortbildungs- und Beratungsangebote für Fachkräfte in Einrichtungen und Kindertagespflegepersonen

Informationen zum Projekt: Stefanie Meyer, Projektleitung | Projekt-Team | Projektflyer