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AmI – Ammerländer Integrationsprozesse gestalten

Integrationskonferenz in Hannover

Die gegenwärtige Flüchtlingssituation stellt sich als in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland kaum einmal erlebte Herausforderung dar, die die gegenwärtig vorhandenen Strukturen in Bund, Ländern und Kommunen an Ihre Grenzen bringt.

Die Herausforderung der Flüchtlingssituation wird gegenwärtig vor allen Dingen als krisenhaft gedeutet. Somit geraten aber auch die damit einhergehenden Chancen aus dem Blick. Diese sind ökonomischer, sozialer und kultureller Natur.

So ist die allgemeine Arbeitsmarktsituation geprägt durch eine niedrige Arbeitslosenquote und immer neue Pressemitteilungen über nicht besetzte Ausbildungsplätze. Auch vom bereits vorhandenen, mindestens aber perspektivisch sich deutlich abzeichnenden Fachkräftemangel ist die Rede. Die bisherige demographische Entwicklung die diesen hervorruft, sei ohne Zuwanderung von außen schlicht nicht mehr aufzuhalten. Geburtenschwache Jahrgänge sind keine erwähnenswerte Ausnahme, sondern vielmehr die Regel.

Flüchtlinge können unter bestimmten Voraussetzungen somit die vorhandenen und sich abzeichnenden Probleme des deutschen Arbeitsmarktes mildern: Die Flüchtlingsfamilien sind durchschnittlich jünger als die deutsche Bevölkerung und ein nicht unwesentlicher Teil von Ihnen ist hoch qualifiziert. Grundvoraussetzung für das Gelingen der Integration – von Flüchtlingen wie z. T. auch von Migrantinnen und Migranten der zweiten und dritten Generation - in den Arbeitsmarkt ist das Erlernen der deutschen Sprache.

Um die verschiedenen Angebote nicht nur für Flüchtlinge, sondern auch Migrantinnen und Migranten zu bündeln, zu koordinieren und besser aufeinander abzustimmen setzt die KVHS Ammerland gGmbH das Projekt AmI um.

Ziel ist die passgenaue und schnelle Versorgung der allochthonen Bevölkerung mit adäquaten Angeboten die den Weg in die Aufnahmegesellschaft beschleunigen und erleichtern. Dies umfasst aus Sicht von AmI mehr als das klassische Angebot an Sprach- und Integrationskursen auszubauen.

Kulturell bedeutet die gegenwärtige Flüchtlingssituation ein mehr an Vielfalt. Dies kann für den einzelnen Menschen schnell zu einer Überforderung werden. Die positiven Seiten dieser neuen Vielfalt sichtbar zu machen – etwa im Rahmen von Aktionstagen, Ausstellungen und weiteren Veranstaltungen ist Aufgabe des Projektes AmI. Dies ist auch als Beitrag zur Ammerländer Willkommenskultur zu verstehen.

Sozial erfordert die gar nicht mehr so neue Vielfalt mitunter die Bereitschaft zum Lernen um ein neues Miteinander zu erschaffen, in dem alle Menschen voneinander profitieren können. In Form einzelner Aktionen aber auch umfassenderer Projekte wird AmI Gelegenheiten schaffen aufeinander zuzugehen, voneinander zu lernen und Barrieren die ein lebendiges Zusammenleben verhindern abzubauen.

Ansprechpartner: Frank Ritterhoff